5. – 7. Tag Berlin – Dresden – Berlin – Hohe Düne

Zurück in Berlin wird erstmal schön ausgeschlafen, kurz Wäsche gewaschen und gleich wird der Koffer wieder gepackt, es geht nach Dresden zum Roland Kaiser Konzert. 

Wir treffen uns alle im Kastenmeiers und leuten den Abend bei leckeren Fischgerichten ein.

Dann geht es auf die andere Seite der Elbe, zwischen Augustusbrücke und Albertbrücke am Königsufer steht die Bühne fürs Kaisermania.

Nach einem Super Abend werden im Hotel noch ein paar Betthupferl genommen und dann gehen alle ins Bett.

Nach einem reichhaltigen Frühstück und einem netten Spaziergang an der Elbe mit Blick auf die Frauenkirche geht es zurück nach Berlin. Ein Teil fährt gleich durch, weiter wieder Richtung Boot. 

Ich entschließe mich nochmal eine Nacht im eigenen Bettchen zu verbringen, mache noch einige Besorgunen, wie zum Beispiel Buchstaben zum aufkleben für das Kennzeichen des Bootes, nicht das wir wieder kontrolliert werden.

Sonntag Mittag geht es los, ich hole Nele ab und wir machen eine entspannte Fahrt nach Warnemünde. Wir fahren teils Landstraße, durch Linum, schauen uns noch die Storchenpaare an und weiter auf die Autobahn. Richtung Küste kommen ganz schöne Regenschauer runter, so dass wir teilweise nur 40 Km/h fahren, sicherheitshalber. Gesund und Munter kommen wir Nachmittags an und richten uns ein. Wir packen gleich wieder die Badesachen und fahren von der Hohen Düne mit der Fähre nach Warnemünde ins Nivea Badehaus, draußen sind es gerade nur 18 Grad und Nieselregen. Die Kinder haben Spaß und ich lasse es mir im Whirlpool gut gehen. 

Auf dem Rückweg sehen wir die Regal Princess auslaufen, ein 10 Geschosser Plattenbau ist ein Witz dagegen, Wahnsinn das sowas schwimmen kann. 

Nun steht der nächste Urlaub auch schon fest, Nele möchte mit so einem Schiff fahren, das war ja einfach 😉.

Der Abend neigt sich dem Ende, die Kinder schlafen auch endlich und ich werde mich gleich anschließen.

Blick auf das Königsufer

Kaisermania
Elbufer Dresden mit Blick auf die Frauenkirche
als Wiederholung nochmal Live auf den MDR
Nivea Badehaus
Blick auf die Ostsee
Regal Princess
Regal Princess

4. Tag Barhöhft – Hohe Düne – Berlin

Die Musik läuft bis 0200 und es ist sehr lustig auf dem Boot.

0900 Uhr höre es ich mächtiges gerappel an meiner Kajütentür. Es werden die Brötchen vermisst die ich früh holen wollte, irgendwie habe ich das verschlafen :-(. Schön ausgeschlafen gehe ich Brötchen holen.

Diverse Erledigungen werden gemacht, Ölstand messen von den Maschinen sowie Ölauffüllen, Ordnung machen und alles gut verstauen, denn heute geht es endlich auf die Ostsee. Gulasch wird noch schnell gekocht und dann geht es auch schon los.

Wir stechen in See, vorbei an Hiddensee, dem Darß und schwupp schon sind wir nach 90 km und ca. 3 Stunden an unserem Ziel Yachthafen Hohe Düne. Wir hatten traumhaftes Wetter, ca. 40 cm Welle von West (gegen an) und die Motoren haben wie Kätzchen geschnurrt. 

Wir checken ein, erhalten unseren Liegeplatz und chillen erstmal alle.

Dann kommt auch schon unser Taxi nach Berlin. Einmal ab zurück zum Ausgangspunkt. Die Überführung ist somit abgeschlossen. Morgen geht es nach Dresden zum Konzert.

Teil II des Urlaubes somit abgeschlossen.


Überfahrt auf der Ostsee

Sonnenschein pur
Hotel Neptun
einfach nur schön und klares Wasser
der Darß

3. Tag Karlshagen – Barhöft

Wir haben ja super gestern gegessen, die Bäuche waren voll und bei dem ein oder anderen stellte sich zu sofort die Müdigkeit und Bettschwere ein. Nun sitzen Britta und ich noch draußen, quatschen den Abend lang und entspannen.

Unsere direkten Nachbarn mit einer 42 Fuß Segelyacht winken zu uns rüber, mehrfach, kommt rüber rüfte Sie und Britta und ich schauten uns kurz an nach dem Motto warum nicht.

Wir quatschen über Gott und die Welt. Die Philosophie der Segler und die Bequemlichkeit der Sport Motorboot Fahrer und unseren Erfahrungen. Aber alles Gut. Gegenseitige Akzeptanz und Toleranz wurde angenommen.

Nach dem der Abend kurz nach 0300 zu Ende war klingelte der Wecker 0700, leider umsonst für mich. 0830 war Frühstück fertig und ich bewegte mich auch aus der Koje. 

Wir machen die Leinen los und es geht weiter auf dem Peenestrom Richtung Greifswalder Bodden. Vorbei an Peenemünde mit dem Uboot.

Nach einer langen Fahrt über den Bodden erreichen wir die Insel Rügen. Wir schauten auf die Instrumente und stellen fest das die Tankanzeige bereits vor Reserve steht. Da wir das Boot noch nicht so kennen und nicht wissen was dies bedeutet bei einem 1800 Liter Dieseltank halten wir an der Tankstelle, machen fest und rufen den Tankwart an. Es heißt das es ca. 2 Stunden dauert. Okay müssen wir halt warten, sicher ist sicher. 

Wir gehen kurz an Land und entdecken einen Fischladen, wir holen frischen Lachs, Schillerlocke und Bismarck Brötchen. Es ist nun auch ca. Mittagszeit. Nach dem es dann auch noch wie aus Eimer gießt sind auch schon 3 Stunden um. Zum Zeitvertreib wurde das Deck etwas geschrubbt und Mittagsschlaf gehalten. Nachdem wir 850 Liter getankt hatten und das Boot vollgetankt war stellten wir fest das die Anzeige Maßlos übertreibt mit der Sicherheit R. Weiter geht es unter der alten Rügendammbrücke und der neuen Rügenbrücke durch nach Stralsund. 

Gegen 1730 kommen wir am Zwischenstop Barhöft an. Den Hafen kennen wir nur zu gut, von hier aus geht es immer zum Angeln mit Jan.

Wir machen fest, genießen den Abend im Restaurant zum Seeblick.


Kleiner Eindruck vom Peenestrom.
Uboot Peenemünde
Bootstankstelle
Volkswerft
Museum auf Insel Dänholm
Rügendammbrücke und Neue Rügenbrücke
Hafen Stralsund
Gorch Fok Original

2. Tag Oderberg – Karlshagen auf Usedom

Der zweite morgen beginnt Punkt 0500. Nach allen Vorbereitungen starten wir pünktlich 0600. Es sind gut 3 Km bis zur Schleusse Hohensaaten. Wir Funken die Schleusse an und fragen wann die nächste Schleussung ist, nach 5 min. Parken öffnet sich das Tor. Es gab noch eine kurze Ansage vom Werter, da wir auf der falschen Seite festgemacht hatte aber alles Gut! Wir fahren rein und sind die einzigsten, los geht es.

Nun sind wir auf der Oder, Natur pur! Linke Seite Deutschland, rechte Seite Polen. 

Ps. Wie auch immer das geht wir haben auf der ganzen Fahrt LTE Netz, so eine Abdeckung habe ich nicht mal in Berlin. 

Uns werden schön Stullen geschmiert und wir genießen die Fahrt müssen jedoch aufpassen da die Oder an einigen Passagen sehr niedrig ist, wir müssen teilweise Zick Zack fahren. Vorbei an Schwedt und weiter Richtung Stettin.

Kurz vor Stettin müssen wir vor der Eisenbahnbrücke Podjuchy Stop machen. Es ist 1100. Wir versuchen über Funk den Brückenwerther anzufunken, leider ohne Erfolg. Wir googeln. Hätten wir mal eher machen sollen. 

Siehe Blog MS Kalypso

Wir holen unseren Telefonjoker raus. Ich rufe unseren polnischen Kollegen aus Stettin an und bitte Ihn da mal telefonisch Kontakt aufzunehmen. Er hat Ihn erreicht, jedoch nicht so gute Nachrichten. Wir müssen also noch ein ein halb Stunden warten. Die nächste Öffnung der Brücke ist 1230. Es ist eine Eisenbahnbrücke und abhängig von polnischen Bahnfahrplan, was ein Glück das dies eine Hauptverkersstrecke ist und in den 1 1/2 Stunden ganze 3 Züge durchgefahren sind.

Schön dann haben wir alle mal Zeit zu telefonieren oder sonstigen zu erledigen, Schade nur das wir nix wirkliches zum festmachen finden. Aber irgendwie bekommen wir es hin.

Die Öffnung der Brücke erfolgt pünktlich und dauert inkl. Schließung ganze 7 min. So viel dazu.

Weiter geht es über Kanäle am Hafengebiet von Stettin vorbei. Durch die Stadt könnten wir leider nicht da unser Boot zu hoch ist oder die Brücken zu niedrig. Wie man es sieht.

Es geht weiter Richtung Stettiner Haff. Das Herz rutschte kurz wieder in die Hose, als beim Übergang von der Oder in den Haff das polnische Polizeiboot von hintenangesprintet kam. Wir fahren langsamer, die auch. Die geben Gas, wir auch. Sie überholten uns und machten eine kehrt wende und rasten wieder zurück nach Stettin. Wir waren alle der Meinung die wollten nur Spaß haben und über unsere Wellen springen.

Wir sind gute 3 Stunden unterwegs mit ca. 25 Km/h. Stettiner Haff – Großes Haff – kleines Haff Richtung Peenestrom.

Am Eingang des Peenestroms passieren wie die Hubbrücke Karnin.

Die Fahrt über den Peenestrom zieht sich, es gibt aber viel zu sehen, wunderbare Landschaft. Steuerbordseitig Usedom Backbordseite Festland. 

Durch den Verzug an der Brücke Podjuchy schaffen wir nicht ganz unser vorgenommenes Ziel. Wir rufen den Hafenmeister an und fragen nach ob noch Platz ist für ein 15 m (48 Fuß) Sporboot ist. Er teilte uns mit für Euch immer. Wir steuern Karlshagen Hafen an. Gegen 1915 erreichen wir unseren Zwischenstop und machen Fest, fahren alle Runter. Die Luft steht und die Sonne brennt. 

Zum Abschluss gehen wir essen, natürlich Fisch, es war super. Essen kann man nur empfehlen.  Veermaster.

Es ist nun wieder 2330 und wir sitzen noch gemütlich auf dem Boot, wir können ja morgen ausschlafen, wecken ist erst 0600! 

Nachti an alle.

Abfahrt von der Marina Oderberg
Schleusse Hohensaaten Ost
Oder
 
so leben polnische Rinder an der Oder
Natur pur! Ein Otter schwimmt vor uns
Frühstück
Eisenbahnbrücke Podjuchy
an Stettin vorbei
Schnell über den Stettiner Haff
Hubbrücke Karnin
Das Tor nach Usedom
Wolgast Peenewerft
Boot :-))

1. Tag Berlin -Oderberg

Nach einem langen Einstiegs Abend klingelte heute morgen 0415 der Wecker, alle waren Total fit 😴. 

Pünktlich um 0500 starteten die Maschinen. 2 x Caterpillar Diesel à 430 PS! Leider konnten wir die auf der heutigen Fahrt nicht ausreizen, kommt aber noch. 

Wir starten in Berlin Köpenick und müssen einmal durch die ganze Stadt raus Richtung Oder (Stettin).

Nach einigem ducken auf der Flybridge wegen den Brückenhöhen (Boot 390 cm Höhe / niedrigste Brücke 400 cm) erreichen wir die Mühlendammschleusse, die ab 0600 Ihren Betrieb aufnimmt. Über eine Gegensprechanlage melden wir uns an und schon gingen die Tore auf. Danach geht es am neu gebauten Berliner Schloss, dem Berliner Dom, Reichstag und Hauptbahnhof Richtung Charlottenburg vorbei. 

Vor der Schleusse Charlottenburg, unterhalb der Stadtautobahn mussten wir kurze warten und weiter ging es nach Spandau. An der Zitadelle Spandau die nächste Schleusse. Wir verlassen die Spree und werden zu Berg gebracht hoch zur Havel. Wir passieren Tegelort, Tegeler See und münden dann auf den Oder-Havel-Kanal ein. Es ist nun ca. 1000. Ein kurzer Moment mal die Augen zu machen und etwas Schlaf nach holen. Nach einigen Kilometern, Stunden und wunderschönem Wetter kommen wir an die Lehnitzschleusse. Wir passieren 6 m Höhenunterschied. Beim Schleussen werden wir noch schön von der WSP (Wasserschutzpolizei) kontrolliert. Das Boots Nummernschild war nicht zu sehen. Das Beiboot und mein Fahrrad haben dies verdeckt. Akkurate 20,- Euro Bußgeld, somit war die Urlaubskasse aufgebraucht 😉.

Nach der Lehnitzschleusse geht es Richting Schiffshebewerk Niederfinow. Der Kanal wird enger, Schubverbände dürfen nur Einbahnstraßen mäßig fahren und Überholen verboten! Entgegenkommender Schiffsverband bedeutet äußert rechts fahren. Ich bin am Steuer, der Kapitän hält einen gepflegten Mittagsschlaf und ich komme ins schwitzen. Einerseits vom Wetter, 30 Grad und Sonnenschein, andererseits weil der Schubverand kurz vor uns sehr viel Platz vom Kanal einnimmt und sich etwas quer stellt. Aber alles gut, wir haben es geschafft Kollisionsfrei an einander vorbei.

Der Autopilot wird eingestellt. Der Kanal ist Kerzen grade und die Fahrt ist entspannend. Wir sehen viele Leute, Kinder die am Kanal liegen, Picknick machen aber auch Baden gehen. Das Wasser ist Glasklar, Wahnsinn. Nach vielen Stunden erreichen wir das Schiffshebewerk Niederfinow. Die Tore sind offen, als ob Sie nur auf uns gewartet hätten. Es ist 1800 und wir fahren mit dem Fahrstuhl zu Tal. 

Wir haben nun die Oderberger Gewässer erreicht, noch 45 min bis zum ersten Zwischenstop Marina Oderberg.

Wir legen an und machen fest, reservieren einen Tisch für das Abendessen und schon ist der Tag nach einem guten Mahl und netten Leuten in der Marina vorbei.

Morgen früh geht es weiter. 

Ziel Strahlsund, Barhöft oder keine Ahnung wie weit wir es schaffen.